New: Sell and buy feed in fodjan

With the menu item “Offers” in the main menu item “Feedstuffs” of fodjan, fodjan offers for the first time the possibility of a feed exchange and trade market.

  • As a farm, you can post feed quantities for sale to other farms.
  • As a farm and advisor, you can also see what feed is available for your farm and keep an eye on price trends.
  • As a trader, you can post feed for trading to farms in your sales area.
  • As a trader, you also have the option of automating the posting of your offers via fodjan and forwarding orders directly to your system for processing. If you are interested, please contact business-solutions@fodjan.de.

In addition to farm-to-farm offers, we are pleased to announce our pilot project with “BAT Agrar”! It is now possible to purchase rapeseed meal from BAT in certain regions of Germany directly via fodjan and view the current prices.

Follow us here to find out… what will be possible with this function in the future, what it can already do in detail and how you can take your first steps as a retailer or prospective buyer in fodjan, regardless of whether you are already using fodjan or not:

New: Transparent management of feed contracts and the range of purchased and own feedstuffs

Lernen Sie unsere neuen Funktionen kennen in diesem 5-Minuten-Kurzvideo:

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  • Ein Einführungsvideo, dass Ihnen das Tool ausführlicher erklärt
  • Tipps zum Umgang mit selbst geernteten Futtermitteln
  • Tipps zu Hofmischungen
  • Tipps zum Management mehrerer Standorte

und mehr haben wir Ihnen hier aufbereitet:

Algae in pig feed – The AlgaPork research project

Wir von fodjan sind Teil des EIP-AGRI Forschungsprojektes AlgaPork, in dem wir gemeinsam mit unseren Partnern den Effekt von Mikroalgen in der Schweinefütterung untersuchen.

Kleine Alge, großer Effekt

In der Schweinefütterung sind aktuell mehrere Herausforderungen zu bewältigen. Dazu zählen neben Emissionsthemen und der Erhöhung der Produktionseffizienz insbesondere auch der Einsatz geeigneter bzw. einheimischer Eiweißfuttermittel. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung ist aber auch mehr und mehr eine Futtermittelproduktion notwendig, die wenig Agrarland benötigt, damit dieses für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht. Zudem spielt auch der Wunsch des Verbrauchers nach GVO-freier Fütterung, Reduktion des Antibiotika-Einsatzes und dem Tierwohl in der Schweinehaltung eine immer größere Rolle.

In diesem Zusammenhang rückt der Einsatz von Mikroalgen aus dem Chlorella-Cluster in der Schweinefütterung in den Fokus. Chlorella-Mikroalgen sind einzellige Süßwasseralgen, die für verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe bekannt sind, so z.B. Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine oder auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Dabei sind auch der Gehalt und die Wertigkeit des Proteins sehr hoch. Mikroalgen besitzen also das Potenzial, als alternatives Eiweißfuttermittel eingesetzt zu werden und die Futtereffizienz zu verbessern. Aufgrund der Inhaltsstoffzusammensetzung wird Mikroalgen zudem eine immunstimulatorische sowie prä- und probiotische Wirkung zugeschrieben. Damit sind Mikroalgen möglicherweise auch als gesundheitsfördernd einzustufen.

Bild: drak.de

In dem Forschungsprojekt „AlgaPork“ geht es darum, die Wirkung von Mikroalgen in der praktischen Schweinefütterung zu untersuchen, insbesondere auf die Produktmenge, -qualität, die Produktivität und das Tierwohl.

Dabei sollen die Algen direkt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb in einem Photobioreaktor produziert und frisch über die Flüssigfütterungsanlage verfüttert werden. Damit wird die Produktion der Algen günstiger, die nötige Biomasse wird direkt vor Ort produziert und die immunstimulatorische Wirkung wird bei Frischfütterung höher eingeschätzt als bei der Fütterung von getrockneten Algen. Damit soll die Tiergesundheit, das Tierwohl und die Wirtschaftlichkeit in der Schweinemast weiter verbessert werden. Wir freuen uns schon auf die Ergebnisse des Versuchs!

Die Projektpartner

Die Versuche werden dabei in der Agraset-Agrargenossenschaft eG Naundorf (Landkreis Mittelsachsen) durchgeführt. Insgesamt werden hier pro Jahr 16.200 Mastschweine pro Jahr gemästet. Daneben betreibt Agraset noch weitere Betriebszweige wie z.B. Pflanzenbau auf 5.260 ha und Milchproduktion mit 950 Milchkühen, mehr Infos auf www.agraset.de. Die Algen werden dann direkt auf dem Betrieb in einem Photobioreaktor produziert und an Tiere in der Vormast verfüttert.

Von der GICON – Großmann Ingenieur Consult GmbH (Dresden) stammt der Photobioreaktor und wird die technische Betreuung des Photobioreaktors übernommen. In diesem werden die Algen kultiviert. Neben ausreichender Nährstoff- und Wasserversorgung sind die Sonnenscheindauer und die Strahlungsintensität ausschlaggebend für das Wachstum der Algen.

Der GICON Photobioreaktor – in diesem werden die Mikroalgen produziert

Wir von fodjan übernehmen die Entwicklung der Software, und der Dateninfrastruktur sowie die Auswertung der Versuche.

Die wissenschaftliche Betreuung sowie die Umsetzung von Vorversuchen im Labor übernimmt die Universität Rostock.

Gefördert wird das Projekt durch das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR).

Aktueller Stand und Projektablauf

Bis Anfang 2021 wurden einige Vorversuche zur Akzeptanz von Algen als Futtermittel durchgeführt. Diese und weitere Versuche im Labor der Uni Rostock ergaben wichtige erste Erkenntnisse. Zudem wurde die Anlage konzipiert bzw. geplant und ein Versuchsplan für den eigentlichen Versuch entwickelt. Erste Versuchsreihen haben sehr positive Ergebnisse gezeigt. Während die Tiergesundheit gesteigert werden konnte, sind der Futtermitteleinsatz und der CO2-Ausstoß reduziert worden. Hier finden Sie eine Veröffentlichung zu den ersten Ergebnissen.

Von Juni 2021 bis Oktober 2022 stehen die praktischen Versuche zum Einsatz von Mikroalgen in der Fütterung der Vormast an. Dazu werden bei mehreren Vormastgruppen mit jeweils 300 Tieren zusätzlich 5 Wochen lang mit Mikroalgen aus dem Chlorella-Cluster gefüttert. Insgesamt können so im Versuchszeitraum über 2000 Schweine gefüttert werden, welche mit der gleichen Anzahl von Schweinen unter gleichen Haltungsbedingungen, aber ohne Algenzufütterung, verglichen werden.

Es werden auf der einen Seite Daten zu Tierwohl, Produktivität und Tiergesundheit erhoben (z.B. Zunahmen, Produktqualität, Krankheiten, …). Mithilfe innovativer Sensorik werden zudem noch zusätzliche Daten erfasst.

Die Datenverarbeitung und -auswertung erfolgt geplanterweise bis Dezember 2022.

Hier schon einige Bilder aus den Vorversuchen:

Den Schweinen scheints zu schmecken. Wir freuen uns schon auf die nächsten Untersuchungsergebnisse!