Whitepaper: Game Changer DSGVO und der Landwirt als Kunde

Ist die DSGVO bei Ihnen wirklich gut umgesetzt?

Seit 2018 ist die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) unmittelbar geltendes Datenschutzrecht und hat dem Datenschutz eine nie dagewesene Aufmerksamkeit beschert. Diese Entwicklung ist gerade angesichts der Corona-Pandemie nicht zum Stillstand gekommen, sondern macht deutlich, wie wichtig es ist, Datenschutzbestimmungen zu prüfen, einzuhalten und zu dokumentieren.

Kopfzerbrechen?

Viele Anforderungen machen bisherige Ansätze unsicher, wenn nicht gar unzulässig. Die Landwirtschaft ist hiervon nicht ausgenommen. Auch hier stoßen wir fast täglich auf fragwürdige Verfahren zum Schutz personenbezogener Daten. Deswegen haben wir uns mit dem Dresdener Institut für Datenschutz und dem Netzwerk Digitale Landwirtschaft zusammengetan, um das Thema Datenschutz & Landwirtschaft insbes. in der Tierhaltung direkt zu adressieren und für Sie in einem kostenfreien Whitepaper zusammenzufassen.

Was wir für Sie ins Whitepaper gepackt haben:

Die Einhaltung der DSGVO kann eine Hidden-Champion-Strategie für Sie sein. Deshalb klären wir im Whitepaper die folgenden Punkte auf:

  • Was sind personenbezogene Daten in der Landwirtschaft?
  • Praktische Beispiele aus der Landwirtschaft
  • Die häufigsten Fallstricke
  • Risiken für Ihr Unternehmen und reale Straffälle
  • Was im Falle einer DSGVO-Informationsanfrage zu tun ist
  • DSGVO-Checkliste für Ihre Arbeit

Hinweis: Die Downloadseite des Netzwerks Digitale Landwirtschaft ist zwar englischsprachig, Sie können darüber aber beide Versionen herunterladen: Deutsch und Englisch.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback an hello@digital-livestock.com.

Feed 4.0 – Projekt für digitalen Futtermittelhandel im Milchviehbereich

Was ist EIP Agri?

EIP-Agri steht für Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“. Die Bildung sogenannter „operationeller Gruppe“ (OG) in mehreren Projekten bildet den Grundstein für innovative Umsetzungen und soll den Austausch zwischen Landwirten, Wissenschaftlern und weiteren Interessenten fördern. Für die Umsetzung eines Projektes im Freistaat Sachsen muss eine OG mindestens zwei voneinander unabhängige Akteure umfassen und ihren Sitz in Sachsen haben.

Weitere Informationen zur Sächsischen Vernetzungsstelle der EIP-AGRI finden Sie hier.

Die Herausforderungen der Praxis, die uns zu Feed 4.0 motiviert haben

Die Fütterung hat einen überragenden Einfluss auf Tierwohl und Leistung sowie auf den CO2-Fußabdruck der Milchproduktion. An die Fütterung einer modernen Milchkuh bestehen zahlreiche Anforderungen in Bezug auf Gesundheit, Leistung, Nährstoffkreislauf, Klimawandel und Ökonomie. Futtermittel sind Naturprodukte und daher in verschiedenen Qualitäten und endlichen Mengen verfügbar. So haben Milchviehhalter gemeinsam mit Fütterungsberatern die Fütterung der Tiere sehr genau zu balancieren. Wetterextreme verknappen die Verfügbarkeit von Futtermitteln in zunehmendem Ausmaß. Es gilt daher, neue Wege zu finden, mit denen die Betriebe verfügbare Futtermittel bewerten und bestmöglich kombinieren können, um Tierwohl, Klimabilanz und die Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu optimieren.

Bestehende Webplattformen für den Handel von Grundfuttermitteln sind ein erster wichtiger Schritt. Es bedarf jedoch einer intelligenten Weiterentwicklung dieser Marktplätze, damit die Landwirte im betrieblichen Futtermitteleinkauf der Vielzahl an Anforderungen Rechnung tragen und eine schnelle Übersicht über passende Optionen zu Ihrer aktuellen Betriebssituation und Ration erhalten können.

fodjan App im Milchviehstall

Die Lösungsidee: Ein digitaler Futterzukauf-Assistent

Durch die Teilnahme am Projekt »FEED 4.0« soll die Ressourceneffizienz in der Milchviehhaltung durch künstliche Intelligenz im Futtermitteleinkauf der Betriebe verbessert werden.So sollen landwirtschaftliche Betriebe digital bei der betriebsindividuell optimalen Einkaufsentscheidung für Futtermittel unterstützt und die bestehenden Webplattformen mit dem geplanten, digitalen Prototyp verbunden werden.

Die von der OG geplante Plattform basiert auf dem Ansatz von Industrie 4.0. Das bedeutet im konkreten Fall, dass nicht die Landwirte oder Berater selbst das Onlineangebot nach passenden Futtermitteln durchsuchen, sondern ein spezieller Suchalgorithmus diese Aufgabe schneller und wesentlich umfassender automatisch übernimmt. Die Nutzer gewichten Ihre Anforderungen an die Futterration. Der Suchalgorithmus schlägt daraufhin automatisch ein passendes Futtermittel inklusive einer, entsprechend den Zielen optimierten, Empfehlung zum konkreten Einsatz innerhalb der Futterration vor. Dieser Suchalgorithmus fungiert dabei als Assistent. Letztlich entscheiden Landwirte und Berater, welchen Vorschlag sie wählen und passen daraufhin die Ration gegebenenfalls an. Beide Zielgruppen des Systems sollen in den Entwicklungsprozess des Softwareprototypen frühzeitig eingebunden werden.

Die Projektpartner

  • fodjan GmbH: Projektleitung und Koordination der OG sowie Entwicklung des Softwareprototypen und Bereitstellung der Plattform.
  • Agrarberatung Koesling Anderson: Unterstützung bei der Anbindung der Futterindustrie sowie bei der konkreten Einbindung der Vorschläge in die Rationsberechnungsmatrix
  • Luchbergmilch eG – Agrarunternehmen Starbach-Sachsen eG: Durchführung der operativen Tests der Prototypen in Zusammenarbeit mit fodjan
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden: Wissenschaftliche Begleitung des Projekts